ZWO DREI VIER: Ei jei jei jei Schützenfest in Eicklingen - schallalla lallalla lallallalala - Schützenfest in Eicklingen

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Das "beste Schützenfest im Norden" – Vier Tage Ausnahmezustand in Eicklingen!

Eicklingen: Über 200 Jungschützen so wie die Feuerwehren aus Eicklingen und Sandlingen waren aufmarschiert vor dem Amtshof Eicklingen um für das 12. Eicklinger Volks- und Schützenfest die Schützenfahnen in Empfang zu nehmen. In ihren kurzen Ansprachen vor ca. 1000 Zuhörern wiesen sowohl Bürgermeister Wilfried Schrader, als auch der 1. Vorsitzende der Schützengesellschaft Dirk Meier, auf die Bedeutung dieses alle 4 Jahre stattfindenden Volks und Schützenfestes hin. So wurden alle vorhandenen 1800 Zechenbänder verkauft und man freute sich in Eicklingen auch auf viele Gäste aus Nah und Fern zu diesem Fest. Besonders gespannt war man auch, auf die neuen Majestäten für die kommenden 4 Jahre. Nach der feierlichen Kranzniederlegung marschierten, der Spielmannszug Bockelskamp, der Musikzug Ahlten und das Jungschützenbataillon eingerahmt von den Feuerwehren aus Eicklingen und Sandlingen und der Knüppelgarde mit Fackeln ausgerüstet nicht zurück zum Festzelt, sondern man hatte sich für Werner Schnelle eine besondere Ehre ausgedacht. Ein Fackelumzug marschierte vor seinem Haus auf und Hauptkönig Eitel Blum dankte Werner Schnelle für seinen 50-jährigen Einsatz für das Schützenfestwesen in Eicklingen. Zu den Klängen des Präsentiermarsches wurde eine Ehrenscheibe am Giebel angebracht.

Ab Freitag herrschte dann in Eicklingen der Ausnahmezustand an Heiter- und Fröhlichkeit. Es war der helle Wahnsinn, die Straßen alle bunt geschmückt mit Birkengrün und Bunten Fähnchen. An geführt vom Spielmannszug der Schützengesellschaft Eicklingen und der Big Band der Oberschule Flotwedel in Eicklingen marschierte das Schützenregiment vor dem Amtshof auf, wo Schützenoberst Ingo Kruse seinen Vorgänger Friedrich-Wilhelm Oberste Lehn zum Ehrenoberst ernannte. Gemeinsam mit den beiden Britzmeisterinnen Ingrid Lehne und Birgit Deichmüller eröffnete er dann das 12. Eicklinger Schützenfest unter großen Beifall der ca. 800 Anwesenden. Eitel Blum der amtierende Hauptkönig bedankte sich dann bei den Eicklingern für die 4 Jahre Amtszeit in der er einiges Erleben durfte. Auf dem Schießstand in Eicklingen wurde anschließend der Jugendkönig Hendrik Jürgens und die Damenbeste Gaby Kröger proklamiert. Auf dem Sportzentrum wurde am Abend dann die Schützengesellschaft Bröckel/Wiedenrode feierlich empfangen.

Eiersammeln ist am Samstagmorgen eine alte Tradition im Rahmen des Schützenfestes. Buntes Treiben herrschte ab 06.00 Uhr auf den Strassen in Eicklingen. Die Eier und sonstigen Naturalien die nicht verzehrt worden waren, wurden der Celler Tafel zur Verfügung gestellt. Hunderte von Zuschauer hatten sich auf dem Schießstand in Sandlingen eingefunden um die Proklamation des neuen König und Vizekönig mit zu erleben. Nachdem das 600 Mann starke Schützenregiment angetreten war, verkündete Schützenoberst Ingo Kruse den Namen des neuen Vizekönig, Patrick Schepelmann. Dann wurde es spannend, jeder wartete wär nun der neue König von Eicklingen für die nächsten 4 Jahre ist. Schon 2007 wurde die Vizekönigsscheibe an diesem Haus angebracht. Inzwischen hat der neue Besitzer Stefan Gosewisch wohl die Treffsicherheit von dem Vorbesitzer übernommen. Stefan Gosewisch trägt den Beinamen “Stefan vom Rehmen“.

Tausende Zuschauer sahen am 1. Pfingsttag einen Festumzug der schwer zu überbieten ist. Bei herrlichstem Pfingstwetter zogen 50 Festwagen und diverse andere Gruppen an den Zuschauern die es sich teilweise gemütlich am Wegesrand gemacht hatten vorbei. In vielen Vorgärten waren Tisch und Stühle gestellt und Kaffee und Kuchen standen bereit. Die Fröhlichkeit und Stimmung die von fast allen Festwagen und Fußgruppen kam, wurde vom Großteil der Zuschauer gern angenommen. Selbst das teilweise lange Warten auf den Festumzug wurde in Kauf genommen. An Hand der Nummernschilder der parkenden Fahrzeuge am Wegesrand war zuerkennen, daß viele Fahrzeuge ein anderes Kennzeichen trugen als CE. Eine Stunde später als geplant wurde der Festplatz erreicht. Nun kommt immer die Stunde der teilnehmenden Musikzüge. Ein dankbares und fröhliches Publikum bringen die Musikzüge dann so weit das das Zelt bebt. Der Festumzug und das gesamte Schützenfest werden noch einige Zeit in Eicklingen für Gesprächsstoff sorgen.

Zu einem gemeinsamen Frühstück mit rund 900 Personen konnte Dirk Meier auch viele geladene Gäste begrüßen. Mit einem kurzen Rückblick streifte er noch einmal das Schützenfest 2015. Er stellte fest: Es war ein Fest der Superlative und die Beteiligung an allen fünf Tagen hervorragend. Aber auch das herrliche Wetter hatte mitgespielt. Kaum hatte er das ausgesprochen, setzte ein starker Platzregen ein, aber man hatte ja das schützende Zelt. Die Kinderturngruppe und Einradfahrer des TuS Eicklingen sorgten für Unterhaltung. Mit ihrem Stepptanz begeisterten die Crazy Ladies vor ca. 1000 Zuschauer im Festzelt.
Dann wurde es sehr still, als Luisa Huwe sich bei den Eicklingern für die Unterstützung bedankte, die sie seit einer Spendenaktion am 30. April 2015 erhalten habe. Trotz ihrer schweren Erkrankung hatte sie den Festumzug am Vortag mit Begeisterung genossen.

Es folgte die mit Spannung erwartete Gerichtsverhandlung. Unter Vorsitz vom gerade kurz vorher durch Schützenoberst Ingo Kruse ernannten Richter am Königlichem Gericht zu Eicklingen, Christian Meyer. Staatsanwalt Jörn Knupper erhob Anklage gegen den königlichen Berichterstatter Werner Schnelle wegen fortlaufender Majestätsbeleidigung. Hatte dieser doch statt “Eitel von der Birkenstraße“ in mehreren Pressemitteilungen „Eitel von der Blumenstraße“ geschrieben – wobei seit einigen Tagen aus der Birkenstraße ohne Frage eine Blumenstraße geworden sei. So könne man es zumindest auf den Straßenschildern lesen, warf Verteidiger Reiner Schnittger dem Staatsanwalt vor. Auch scheinen die Bewohner in dieser Straße mit dem neuen Namen sehr zufrieden zu sein. Das bemerkte auch der Bürgermeister von Eicklingen, Wilfried Schrader, und stellte in Aussicht, gern einer Umbenennung zustimmen zu wollen. Mit einer Geldbuße wurde der königliche Berichterstatter belegt und nahm den Richterspruch nicht nur an, sondern erhöhte die Geldsumme für Spendenaktion „Organspende“. Auch Bürgermeister Schrader spende spontan einen Geldbetrag. Eine weitgrößere Summe brachte der Richterspruch von Christan Meyer ein. Eine vierstellige Summe sammelten die Offiziere des Eicklinger Schützenregiment im Festzelt ein. Die Eicklinger verstehen es nicht nur zu feiern, sondern auch zu helfen. Wir hoffen nun auch mit Luisa Huwe, dass bald ein Spenderherz für sie bereit steht. Nachdem zwei weitere Fälle verhandelt wurden, trat Werner Schnelle an das Mikrofon und verabschiedete sich mit einem Gedicht als königlicher Berichterstatter.

Mit stehendem, langanhaltenden Beifall dankten ihm die Eicklinger für 50jährige ehrenamtliche Arbeit im Schützenfestwesen. Bereits am Donnerstagabend ehrte die Schützengesellschaft ihn mit einem Fackelzug und dem Anbringen einer Ehrenscheibe. Vorsitzender Dirk Meier überreichte ihm noch eine Erinnerungsurkunde mit den Worten, er möge doch, wenn Rat gebraucht werde, weiterhin hilfreich zur Seite stehen. Die beiden Britzmeisterinnen Ingrid Lehne und Birgit Deichmüller entließen auf ihre Art einige Jungschützen aus dem Jungschützenbataillon. Diese mussten ihr Holzgewehr abgeben und erhielten dafür die Bewaffnung des 2. Bataillons, einen Knüppel und die Jungschützinnen die Bewaffnung des 3. Bataillons, einen Regenschirm. Dann kam die Stunde des Abschiednehmens vom Schützenfest 2015. Schützenoberst Ingo Kruse dankte allen, die dazu beigetragen hatten, das Eicklingen "so ein schönes und tolles Schützenfest erleben durfte". Das Jungschützenbataillon mit allen drei Fahnen trat noch einmal an. Nachdem das Jungschützenbataillon das Gewehr präsentierte, erklang die Nationalhymne, gespielt von der Feuerwehrkapelle Oppershausen und mitgesungen von fast allen Anwesenden. Zu den Klängen des Niedersachenliedes wurden die Schützenfahnen aus dem Festzelt getragen. Bis zum nächsten Schützenfest im Jahre 2019 können die Eicklinger sicher von den Erinnerungen der fünf tollen Tage zehren. Leider hatte das Fest auch einen kleinen Beigeschmack. Unbekannte Idioten (anders kann ich die nicht bezeichnen) beschädigten einige Zäune und Briefkästen. Außerdem entstand auf dem Sportplatz und der Schule nach Einbrüchen nicht unerheblicher Schaden. Was die Stassengully denen wohl angetan haben mögen. Sollten lieber mal überlegen was hätte passieren können!
Doch haben die Eicklinger über Pfingsten 2015 wieder bewiesen, dass sie in unserer individuell ausgerichteten Gesellschaft etwas Besonderes sind: Eine Gemeinschaft!!!

Schnelle, Pressewart